Woher kommt der Classic Grand Prix Baden

Baden und das Thema Automobile haben,  was viele nicht (mehr) wissen, eine lange historische Beziehung – angefangen vom österreichisch-ungarischen Geschäftsmann Emil Jellinek, der in Baden eine eindrucksvolle Villa erbauen ließ und dessen Tochter Mercedes die Namensgeberin der berühmten Automarke war, über die berüchtigten Sandplatzrennen am Trabrennplatz bis zum legendären Badener Rallye Klub der 70er Jahre. Mit dem Classic Grand Prix hat der Lions Club Baden Helenental 2017 diese Tradition wieder aufgenommen. 

Baden als Zentrum des Motorsports

 

Vor voller Besucherkulisse fanden schon vor dem Ersten Weltkrieg auf dem Trabrennplatz die ersten Bahnrennen in Österreich statt – in den 30er Jahren mit Motorrädern, später in den 50ern auch mit Automobilen. 1953 bis 1955 zählten Straßenrennen auf einem 3,2 Kilometer langen Stadtkurs in Baden zur Staatsmeisterschaft. In diese Zeit fällt auch eine Damen-Rallye von Wien nach Baden. Die motorsportliche Blütezeit erlebte die Stadt in den 70er Jahren mit dem berühmten und höchst erfolgreichen Badener Rallye Klub (BRK), der 1971 bis 1973 gemeinsam mit dem ÖAMTC die Österreichische Alpenfahrt veranstaltete. 1973 war das der einzige jemals in Österreich ausgetragene Weltmeisterschaftslauf. Für den BRK stehen legendäre Namen wie Franz Wittmann, Georg Fischer, Rudi Stohl oder Harald Gottlieb – die Elite des heimischen Rallye-Sports.